Hier ist es gerade 21.51 Uhr und es ist eiskalt. Den ganzen Tag über hatte es
-12 bis -15°C, nachmittags hat es weiter abgekühlt und jetzt hat es -21°C. Dadurch, dass wir ein wenig Polarluft als Nordwind noch mitkriegen, fühlt es sich aber wie
-35°C an, wie ich im Internet gesehen habe.
Außerdem hab ich rausgefunden, dass wir heuer den kältesten Winter seit Jahren hatten (obwohl es sich gar nicht so krass angefühlt hatte), weil es 2 Wochen lang durchgehend höchstens -10°C hatte. "Wir haben es sogar in CNN geschafft", sagen sie hier. Tatsächlich war Grand Forks auf CNN, weil wir für diese 2 Wochen
der kälteste Ort in den USA waren...na ganz toll, aber immerhin haben sie hier etwas, auf das sie stolz sein können!
Willkommen im Jahr des Rindes!!!Am 26. Januar hatte uns Junyu zur Feier des
Chinesischen Neuen Jahres eingeladen. Er und zwei seiner chinesischen Freunde haben auch original chinesisches Essen gekocht.

Hier sieht man links Junyu, den Koch, und rechts Xavier mit dem Essen :-)
Am 13. Februar konnten Tanya und ich dank Erics Vermittlung doch einmal in ein
Men's Hockey-Spiel gehen. An diesem Freitag spielten die
UND Fighting Sioux gegen die
Minnesota State University Mavericks. Wir haben 4:1 gewonnen!

Bevor das Spiel losging, gab es so eine kleine Showeinlage mit Lasern, Scheinwerfern, und den Cheerleaders mit den Fahnen der Universität.

Oben sieht man die "
Presentation of the Flag of the United States of America". Jeder muss seinen Hut abnehmen, und jeder Amerikaner (wir also nicht) hat die Hand am Herz, während die Nationalhymne gesungen wird (die Sängerin war aber nicht so toll...eher bissl kreischend). Interessant: Die Flagge des Staates North Dakota wird vor der amerikanischen Bundesflagge gesenkt...wär ja noch schöner, wenn sich die bayerische vor der deutschen verbeugen müsste....Ich finde diesen ganzen
Flaggenkult hier in den USA eh etwas übertrieben.

Das obere Bild zeigt die
Student Section, in der es total abgeht. Keiner sitzt da, alles brodelt und jeder hat etwas grün-weißes an! Unten Tanya und ich.

Wie bereits erwähnt, haben wir letztlich
4:1 gewonnen, es ist auf dem Eis auch zu einigen Handgreiflichkeiten gekommen, begleitet vom Toben in den Zuschauerrängen. Grundsätzlich eine tolle Erfahrung, wenn man bedenkt wie ernst das hier genommen wird!!
Am 21. Februar, d.h. letzten Samstag, war das
Feast of Nations, eine Veranstaltung der Universität von North Dakota, in der Gerichte aus aller Welt serviert werden, und auf der sich viele Länder vertreten von den Internationalen Studenten vorstellen. Es ist
DAS Ereignis des Frühlings in Grand Forks und sogar "semi-formal", d.h. dass man nicht mit der Alltagskleidung kommen sollte. Viele Leute haben Anzüge an, die Mädels zum Großteil schicke Kleider à la Abschlussball. Dabei waren Brooke, Andrea, Elise, Enisa, Tanya, Junyu, Penyu und ich.

Oben, von links:
Enisa, ein Mädchen aus Bosnien, das 5 Jahre in Baden-Württemberg gelebt hat, bevor ihre Familie nach Amerika ging. Daneben
Brooke, dann
Elise, die vor 2 Jahren ein Jahr an einem Gymnasium in Bayern in Schwaben war und heute wirklich fließend Deutsch kann!! Ganz rechts ist
Andrea, Brookes Zwillingsschwester.

Links: Brooke und Elise beim
Bamboo Dancing, was Teil einer Vorstellung einer philippinischen Tanzgruppe war. Sehr lustig zuzuschauen! Rechts is
Rieko Eguchi, eine Japanerin aus der Nähe von Tokio, die hier an der UND Musik und Musiktherapie studiert.

Hier ist also der
Deutschland-Tisch! Brooke und Elise hatten das kleine Plakat-Poster-Ding gebastelt, die Deutschlandfahne hinten kommt aus dem International Center, die deutsche und bayerische Fahne auf dem Tisch wurden von Eric beigesteuert. Außerdem noch ein Lebkuchenherz, Kinderriegel und
Glühweinstiefelstassen; auch Gummibärchen!
Heute habe ich über 2 Stunden Hausaufgaben korrigiert, mit freundlicher Unterstützung von
Susi, der Eishockeyspielerin aus Baden-Württemberg. Gott sei Dank!
http://www.fightingsioux.com/ViewArticle.dbml?DB_OEM_ID=13500&ATCLID=1587495
Schaut euch den Link an! Ich würde auch den Video in der oberen rechten Ecke empfehlen; da kann man sehen, wie wichtig der Sport an amerikanischen Unis ist! Beste Grüße heim!